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Weibchen und Böckchen
Mehrere Böckchen und ein oder mehrere Weibchen:
Das geht in reiner Käfighaltung absolut nicht, die Männchen würden bis aufs Blut um die Weibchen kämpfen.
Ausnahme: die Böckchen wurden vor der Geschlechtsreife kastriert (sog. Frühkastrate) und es gibt nur einen unkastrierten oder spät kastrierten Bock, der die Gruppe anführt.
Ausnahme bilden hier extrem große Gehege, wie z.B. in Zoos, wo die Tiere genügend Platz haben, ihr Verhalten natürlich auszuleben, wie z.B. auch bei Wildtieren. Dies ist jedoch in der Regel bei Privathaushalten nicht möglich.
Ein Böckchen und mehrere Weibchen:
Das optimale Rudel besteht aus einem Böckchen und bis zu 6 Weibchen (optimales Minirudel: 1 Bock, 2 Weibchen). Hier können sie das normale Rudelverhalten und die zahlreichen Interaktionen zwischen dem männlichen Bock und den Weibchen optimal beobachten. Bitte achten Sie darauf, das Böckchen rechtzeitig zu kastrieren, oder falls sie gerne einmal Jungtiere haben möchten, beachten sie unbedingt die Zuchtbedingungen (Artikel folgt in Kürze), um Gesundheitsschäden bei den Tieren zu vermeiden.
Weibliche Tiere können normalerweise problemlos eingebracht werden, da das Böckchen bei allzu heftigen Auseinandersetzungen schlichtend eingreift und die Ruhe zwischen den Rivalinnen wiederherstellt.
Die Böckchen sind oft mutiger und haben "einen Blick" für das Geschehen in der Gruppe. Sie achten auch auf Bedrohungen und geben bei Gefahr ein Rückzugssignal, worauf sich die Weibchen in Sicherheit bringen. Weibliche Meerschweinchen mit einem mutigen Bock als Anführer sind selbstsicherer, da sie die Verantwortung abgeben. Böckchen sind generell richtige Gentlemen und wer einmal gesehen hat, wie Böckchen „ihre“ Weibchen schützen und umwerben, wird sich bei mehr als zwei Tieren immer für diese Haltungsform entscheiden.


