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Krallenmechanismus
Krallenmechanismus
Katzenkralle
Zusammen mit den Fangzähnen sind die Krallen die wichtigsten Jagdinstrumente aller Kleinkatzen, da sie zum Klettern, vor allen Dingen aber zum Jagen und Festhalten von Beute dienen. Ein elastisches Band zwischen den beiden letzten Zehengliedern ist über Sehnen mit den Beinmuskeln verbunden und ermöglicht es dem Tier bei entsprechendem Reiz, die sonst in einer Hautfalte verborgenen Krallen willkürlich auszufahren (auch einzuziehen) und als Jagdwaffe einzusetzen. Dabei werden die Sehnen durch die Muskeln straff gespannt, das Zehenendglied gestreckt und die Krallen nach vorne unten gedrückt. Zeitgleich werden die beiden Zehenendglieder durch die Sehnen zusammengezogen und das Gelenk fixiert.
Beim Hinabklettern von Bäumen sind Krallen störend, da sie aufgrund ihrer Krümmung keinen ausreichenden Halt bieten und wegen des Drucks, der bei dieser Stellung auf die Pfote wirkt, auch nicht eingezogen werden können. Daher wirken Katzen auch oft so hilflos oder gar ungelenk beim Hinabklettern von Bäumen und springen eher hinunter, als zu klettern.
Nebenbei bemerkt: Der Gepard ist als schnellstes Landtier der einzige der Katzenfamilie, der seine Krallen nicht willkürlich einziehen und ausfahren kann, da er sie benötigt, um durch kraftvolles Abdrücken vom Boden auf seine enorme Jagdgeschwindigkeit zu kommen.