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Geschichte
Erst als der Mensch sesshaft wurde, begann sich zwischen Mensch und Katze eine Beziehung aufzubauen. So lebten die ersten Katzen ca. 2000 v. Chr. nachweislich im alten Ägypten, was sich anhand von Statuen, Wandmalereien und mehreren zehntausend Mumienfunden belegen lässt. Die meisten von ihnen ähnelten der afrikanischen Wild- oder Falbkatze, die leicht getigert war und aus dem Mittelmeerraum stammte. Auch weist man die Rohr- oder Dschungelkatze (Felis chaus) nach, die mit ihrem geringelten Schwanz gleichfalls aus dem Nahen Osten kam.
Bastet
Illegal, weil von den Ägyptern streng verboten, brachten die Römer und Griechen die Katze als Schmuggelware auf Handelswegen mit Schiffen nach Europa, weil auch sie längst den Wert der Katze als Schädlingsjägerin erkannt hatten; ihre weltweite Verbreitung begann. Später hielt sie Einzug in Klöster, die damals Zentrum der Landwirtschaft waren, und wurde mehr und mehr zur Gefährtin und Gesellschafterin des Menschen.
Am englischen Hof lebten Katzen als Spielgefährtinnen für die adeligen Damen und galten dort als Glücksbringer.
schwarze Katze auf Grab
Da Ratten und Mäuse keine natürlichen Verfolger mehr hatten, brach im Mittelalter die Pest aus und vernichtete unzählige Städte und Menschenleben. Erst zu Beginn des 18. Jahrhunderts, dem Zeitalter der Aufklärung, nach insgesamt 450 Jahren bestialischer Verfolgung, wich der Aberglaube der Vernunft und die Beliebtheit der Katzen nahm in besseren, vor allen Dingen Künstlerkreisen aufgrund ihrer Schönheit und auch Sauberkeit wieder zu, nicht zuletzt weil man sie im Kampf gegen die Pest und andere Seuchen dringend benötigte. So entstanden zahlreiche Märchen wie „Der gestiefelte Kater“. Der Unterschicht war es nicht erlaubt, Haustiere zu halten, da man befürchtete, sie würden ihre anderen Pflichten vernachlässigen.
Ein weiterer möglicher Grund für die negative Einstellung gegenüber Tieren im Mittelalter könnte gewesen sein, dass Tiere lediglich dem Menschen zu dienen hatten, ihnen aber keine emotionalen Gefühle entgegengebracht werden durften, da es als unmoralisch und unnatürlich galt.
Wen verwundert es also noch, dass in Märchen stets die Verbindung zwischen Hexen und schwarzen Katzen hergestellt wird und so mancher auch heute immer noch ängstlich ist, wenn er eine schwarze Katze von links nach rechts über die Straße laufen sieht?
Nach Ende des Zweiten Weltkrieges verhinderten die Katzen, dass sich Seuchen ausbreiteten und wird nicht zuletzt auch wegen ihrer Reinlichkeit so sehr geschätzt.


