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Der Hund in der Renaissance
Der Hund in der Renaissance
Malteser
Renaissance (15./16. Jh. n. Chr.) meint wörtlich 'Wiedergeburt' und wird auch oft als goldenes Zeitalter beschrieben. Man kehrte sich vom Ständewesen im Mittelalter ab, hin zum Humanismus mit den Werten und der Werteordnung der Antike und der Erforschung der Natur und ihrer Gesetze. Der Mensch und dessen Entwicklung zu individueller Freiheit im Denken und Tun rückten in den Vordergrund. Alles wurde mit dem Verständnis 'der Mensch sei Maß aller Dinge' infrage gestellt. Es war die Blütezeit der Entdecker und Gelehrten: Amerika wurde entdeckt, Martin Luthers Thesen lösten die Reformation aus, der Buchdruck wurde erfunden, in Architektur, Malerei und Musik wurden bis heute unerreichte Maßstäbe gesetzt und die Medici gelangten zu nie dagewesenem Ruhm und Reichtum.
Die Tradition der Jagd behielt weiterhin ihren Stellenwert und Jagdhundrassen wurden zu diesem Zwecke züchterisch weiterhin verfeinert. Zu dieser Zeit avancierte der Hund in Form von kleinen Rassen zum Hausgenossen und Schoßhund der feinen Damen, der fortan unter dem Tisch sitzen durfte und liebevoll mit Tischresten verwöhnt wurde. Er wurde auf kleine Kissen gebettet und nahezu vermenschlicht. Der Lieblingshund von Madame Pompadour war der Malteser.